Häuser, in denen Heilung Betrieb ist.
Gesundheitsbauten sind die anspruchsvollste Bauaufgabe im Hochbau: Hygiene, Technik und Betriebsabläufe bestimmen den Grundriss, nicht umgekehrt. Wir planen Arztpraxen, MVZ, Klinikbereiche und Pflegeeinrichtungen, vom Raumprogramm nach DIN 13080 bis zur Übergabe, im Neubau wie im laufenden Betrieb.
Caritasverband Düsseldorf, Geschäftsstelle.
Von hier aus wurden die Neubau- und Kernsanierungsvorhaben der Altenhilfe gesteuert: unser Architekt leitete beim Caritasverband Düsseldorf die Stabsstelle Bauprojekte. Gesundheitsbau heißt hier Bauen im laufenden Betrieb, mit Bewohnern im Haus.
DIE KAMERA STARTET IM WELTALL, SINKT AUF DAS BAUWERK HERAB UND UMKREIST ES. DIE BLAU HINTERLEGTE FLÄCHE IST DER AMTLICH ERFASSTE GEBÄUDEUMRISS, SIE ZEIGT, WELCHES GEBÄUDE GEMEINT IST. 3D-ANSICHT: GOOGLE. DIE ANGABEN BESCHREIBEN DIE JEWEILIGE MITWIRKUNG, NICHT DIE URHEBERSCHAFT AM GESAMTEN BAUWERK.
VON DER LIEGENDANFAHRT BIS ZUM HELIPORT · DAS KLINIKUM ALS SYSTEM
Ein Klinikum, Ebene für Ebene.
GESUNDHEITSBAU · EXPLOSIONS-AXONOMETRIE · O. M.
EBENEN ERKUNDEN, ÜBERFAHREN ODER TIPPEN
So denken wir Gesundheitsbauten: von der Notaufnahme bis zum Heliport, hygienisch und wirtschaftlich.
Gesundheitsbau anfragenVom Wartezimmer bis zum OP-Trakt.
Arztpraxis & MVZ
Neubau, Umbau und Praxisübernahme: Raumprogramm nach Fachrichtung, Barrierefreiheit, Strahlenschutz bei Röntgen und die KV-Anforderungen von Anfang an mitgeplant.
Klinik & Funktionsbereiche
Gliederung nach DIN 13080: Untersuchung und Behandlung, Pflege, Verwaltung, Ver- und Entsorgung, sauber getrennt und wirtschaftlich verknüpft.
Hygiene & RLT
Hygienegerechte Grundrisse, Schleusen, reine und unreine Wege, raumlufttechnische Anforderungen für Eingriffs- und OP-Räume, abgestimmt mit Hygienefachkraft.
Pflege & Betreutes Wohnen
Pflegeheime, Tagespflege und betreute Wohnformen: Wohnqualität und Betriebsabläufe zusammen gedacht, förderfähig geplant.
Sanierung im laufenden Betrieb
Umbau bei laufendem Praxis- oder Stationsbetrieb: Bauphasen, Interimslösungen und Staubschutz so getaktet, dass Versorgung weiterläuft.
Fördermittel & Wirtschaftlichkeit
Krankenhauszukunftsfonds, Landesförderung, Pflege-Investitionskosten: Wir prüfen, was zu Ihrem Vorhaben passt, und rechnen Varianten gegen.
Träger im Gesundheitswesen sind kommunal, frei-gemeinnützig, kirchlich oder privat, mit jeweils eigener Förderkulisse und Gremienlogik. Für Kommunen und Kreise planen wir auch Rettungswachen, Gesundheitsämter, kommunale MVZ und die Ertüchtigung von Bestandskliniken, oft förderfähig über Landesmittel und den Krankenhauszukunftsfonds. Unsere Erfahrung mit der öffentlichen Hand finden Sie unter Öffentliche Hand und Für Kommunen, unser Vorgehen bei Großstrukturen unter Großprojekte.
Die Arztpraxis im Detail.
Eine Praxis ist ein kleines Klinikum: Raumprogramm, Zulassung, Strahlenschutz, Barrierefreiheit und Hygiene greifen ineinander, und jede Fachrichtung setzt eigene Schwerpunkte. Die folgenden Punkte zeigen, was wir bei Neubau, Umbau und Praxisübernahme von Anfang an mitdenken.
Raumprogramm je Fachrichtung
Eine Hausarztpraxis mit zwei Behandlern braucht als Orientierung etwa 160 bis 210 m², eine Zahnarztpraxis mit drei Behandlungseinheiten etwa 200 bis 260 m², eine orthopädische Praxis mit Röntgen und Funktionsdiagnostik um 180 m². Unter rund 140 m² Nutzfläche lässt sich eine vollwertige Praxis kaum sinnvoll organisieren. Radiologie und MVZ sprengen diese Raster: Großgeräte (MRT, CT), Wartezonen je Modalität und geteilte Infrastruktur verlangen ein eigenes, betrieblich hergeleitetes Raumprogramm.
Pflichträume & Arbeitsstätten-Regeln
Empfang, Wartebereich, Behandlungsräume, Personal-WC und Patienten-WC sind der Kern jeder Praxis; je nach Fachrichtung kommen Labor, Aufbereitung (unrein/rein) und Backoffice hinzu. Die Arbeitsstättenverordnung setzt den Rahmen: Arbeitsräume ab ca. 8 m², lichte Raumhöhe ab 2,50 m, freie Bewegungsfläche je Arbeitsplatz, ab mehr als zehn Beschäftigten ein Pausenraum und nach Geschlechtern getrennte Toiletten. Behandlungsräume brauchen ellenbogenbedienbare Handwasch-Armaturen und deutlich mehr Licht als Büros.
KV & Zulassung in NRW
Das Zulassungsrecht schreibt keine Mindestquadratmeter vor, die Hürde ist die Bedarfsplanung: In gesperrten Planungsbereichen geht der Weg praktisch nur über eine Praxisübernahme. Nach § 75 SGB V veröffentlichen die KVen Angaben zur Barrierefreiheit jeder Vertragsarztpraxis; die KV Nordrhein erfasst sie über das KVNO-Portal nach dem KBV-Kriterienkatalog (bauliche Gegebenheiten, Ausstattung, Orientierung, Information). Wer neu baut oder umbaut, plant Barrierefreiheit deshalb von Anfang an mit, sie ist Sichtbarkeits- und Standortfaktor.
Strahlenschutz bei Röntgen & DVT
Bauartzugelassene Voll- und Hochschutzgeräte werden nach § 19 StrlSchG bei der zuständigen Behörde angezeigt statt genehmigt, vor Inbetriebnahme steht die Prüfung durch einen behördlich bestimmten Sachverständigen, der schon in die Planung des baulichen Strahlenschutzes eingebunden werden sollte. Wände, Türen und Verglasungen werden nach DIN 6812 mit Bleigleichwerten dimensioniert, typischerweise bis mindestens 2,10 m Wandhöhe. Kontroll- und Überwachungsbereiche, Fachkunde (bei DVT gesondert) und die Zahl der Strahlenschutzbeauftragten gehören in das Betriebskonzept, nicht in die Nachrüstung.
Barrierefreiheit nach DIN 18040-1
Arztpraxen sind öffentlich zugängliche Gebäude: In NRW verlangt § 49 BauO NRW 2018 Barrierefreiheit, das Wie regelt die über die VV TB NRW eingeführte DIN 18040-1 (mit Landesmodifikationen). Konkret heißt das stufenfreier Zugang, lichte Türbreiten von mindestens 90 cm, Bewegungsflächen von 150 × 150 cm an Engstellen und mindestens ein barrierefreies WC im öffentlich zugänglichen Bereich. Bei Umbauten im Bestand klären wir früh mit der Bauaufsicht, was verhältnismäßig gefordert wird, statt später teuer nachzubessern.
Hygiene: Behandlung vs. Eingriff
Die KRINKO-Empfehlungen des RKI unterscheiden den normalen Behandlungsraum vom Eingriffsraum für invasive Maßnahmen, ambulant gilt derselbe Hygienestandard wie stationär. Ein Eingriffsraum muss so konzipiert sein, dass Händedesinfektion, Sterilgut-Logistik und Entsorgung im Raum oder unmittelbar zugeordnet funktionieren; reine und unreine Wege werden im Grundriss getrennt, die Aufbereitung bekommt eine eigene Zone. Nach § 23 IfSG ist der Hygieneplan Pflicht, wir planen so, dass er im Alltag ohne Improvisation funktioniert.
Was kostet der Praxisumbau?
Als Orientierung aus aktuellen Branchenkennwerten (Stand 2025/26): einfacher Praxisausbau ab etwa 1.350 €/m², solider Standard rund 1.550 bis 1.900 €/m², hochwertiger Ausbau 1.900 bis 2.500 €/m². Zahnmedizin und Praxen mit Eingriffsraum liegen wegen Medientechnik, Strahlenschutz und Hygienekette darüber, bis 4.000 €/m² und mehr. Der größte Kostenblock ist fast immer die Technik (TGA), nicht der sichtbare Ausbau. Diese Spannen ersetzen keine Kostenberechnung: Gebäudezustand, Fachrichtung und Geräteausstattung entscheiden, belastbar wird es erst mit Raumprogramm und Bestandsaufnahme.
ORIENTIERUNGSWERTE AUS FACHPUBLIKATIONEN UND REGELWERKEN (ARBSTÄTTV, STRLSCHG/STRLSCHV, DIN 18040-1 / BAUO NRW 2018, RKI/KRINKO, § 75 SGB V), STAND 2026. KEINE RECHTS- ODER ABRECHNUNGSBERATUNG, VERBINDLICH WIRD ES MIT IHREM PROJEKT.
Bestandsmängel vor einer Sanierung im laufenden Betrieb?
Undichte Stelle, Riss im Bestand, Auffälligkeit in der Haustechnik: Schildern Sie den Zustand im Gutachten-Generator und erhalten Sie sofort einen kostenlosen fachlichen Vorbefund, bevor Sie Ihren Betrieb oder Ihre Station umplanen.
Vom Betriebskonzept zum Gebäude.
Bedarf und Betrieb
Wir erfassen Fachrichtung, Fallzahlen bzw. Patientenaufkommen und Betriebsabläufe, die Grundlage jedes Gesundheitsbaus.
Raumprogramm und Kosten
Funktionsbereiche, Flächen und ein belastbarer Kostenrahmen, abgestimmt auf Träger, Budget und Förderkulisse.
Planung und Umsetzung
Genehmigung, Fachplaner-Koordination und Bauüberwachung, hygienerelevante Details werden dokumentiert abgenommen.
Skizzieren Sie Ihr Vorhaben, wir denken mit.
Ob Einzelpraxis oder Bettenhaus: Projekttyp, Träger und Umfang bestimmen Raumprogramm, Genehmigungsweg und Förderkulisse. Skizzieren Sie den Rahmen, unsere Eingabeprüfung meldet sich nur, wenn ihr etwas auffällt, und den verbindlichen Bedarf ermitteln wir im Erstgespräch.
Sie nutzen hier ein KI-System: das Ergebnis entsteht automatisch, ohne dass ein Mitarbeiter es vorher liest. Fachlich geprüft und verantwortet wird es erst im Rahmen einer Beauftragung.
Orientierung: ca. 148 m² Nutzfläche für 4 behandlungsräume (Arztpraxis, umbau).
ORIENTIERUNGSWERTE, KEINE PLANUNG: RAUMPROGRAMM, HYGIENEKONZEPT UND KOSTEN ERMITTELN WIR NACH PRÜFUNG IHRES BEDARFS. KEINE MEDIZINISCHE ODER ABRECHNUNGSBEZOGENE BERATUNG.
