Was eine Sanierung kostet,
Bauteil für Bauteil
Dieser Rechner schätzt nicht pauschal je Quadratmeter Wohnfläche, sondern rechnet jedes Bauteil einzeln, abhängig von der Dämmstoffdicke. Und er trennt zwei Dinge, die sonst gern vermischt werden: die Vollkosten der Maßnahme und die energiebedingten Mehrkosten, also den Teil, der über eine ohnehin fällige Instandsetzung hinausgeht. Für eine Wirtschaftlichkeitsrechnung zählt der zweite Wert.
Wärmedämmverbundsystem aus Hartschaum oder Mineralwolle auf die bestehende Wand.
Dämmung von außen im Zuge der Neueindeckung, Polyurethan oder Mineralwolle. Die Vollkosten enthalten die Eindeckung, die ohnehin fällig ist.
Dämmung des Dachbodens. Erfolgt in der Regel unabhängig von einer Instandsetzung, deshalb sind die energiebedingten Mehrkosten gleich den Vollkosten.
Dämmung von unten gegen den unbeheizten Keller. Auch hier gilt: unabhängig von der Instandsetzung, also energiebedingt gleich Vollkosten.
Preis je Quadratmeter Fensterfläche, einschließlich Einbau. Die Werte unterscheiden sich nach Gebäudetyp, weil ein Fenster im Mehrfamilienhaus im Schnitt größer ist.
Vollkosten der gewählten Maßnahmen
59.976 Euro
Davon energiebedingte Mehrkosten: 40.279 Euro. Das ist der Betrag, der über eine ohnehin fällige Instandsetzung hinausgeht, und der in eine Wirtschaftlichkeitsrechnung gehört.
| Maßnahme | je m² | Vollkosten | davon energiebedingt |
|---|---|---|---|
| Außenwand dämmen 16 cm Dämmstoff, 150 m² | 251,56 | 37.734 | 18.037 |
| Fenster tauschen Dreischeibenverglasung, Uw 1 W/(m²·K), 28 m² | 794,36 | 22.242 | 22.242 |
So ist gerechnet
- Außenwand dämmen: 151,44 Euro plus 4,39 Euro je Zentimeter mal 16 Zentimeter ergibt 221,68 Euro je Quadratmeter zum Preisniveau 2023; mal 1,135 ergibt 251,56 Euro je Quadratmeter zum Stand Mai 2026.
- Fenster tauschen: 700 Euro je Quadratmeter Fensterfläche zum Preisniveau 2023 für Ein- und Zweifamilienhäuser; mal 1,135 ergibt 794,36 Euro je Quadratmeter zum Stand Mai 2026.
Der Fortschreibungsfaktor 1,135 ist 144 geteilt durch 126,9: der Baupreisindex für die Instandhaltung von Wohngebäuden, Stand Mai 2026, gegen den Jahresdurchschnitt 2023.
Was dieser Wert ist und was er nicht ist
Die Kostenfunktionen sind Mittelwerte aus rund 1.200 abgerechneten Bauvorhaben des Wohnungsbaus. Ein einzelnes Haus kann deutlich darüber oder darunter liegen: Gerüst, Zugänglichkeit, Untergrund, Denkmalschutz und die Lage am Markt schlagen durch. Es gibt keine örtliche Anpassung, die Werte sind ein Bundesmittel.
Nicht enthalten sind Anlagentechnik, also Heizung, Lüftung und Warmwasser, sowie alles Nichtenergetische wie Bäder, Elektro, Grundrissänderungen und Schadstoffe. Ebenso wenig enthalten sind Baunebenkosten, also Planung, Energieberatung und Genehmigungen.
Belastbare Werte für ein konkretes Vorhaben liefert der Sanierungskosten-Report für 149 € oder eine Besichtigung.
Quellen
Kostenfunktionen energierelevanter Bau- und Anlagenteile, Institut Wohnen und Umwelt (IWU). Veröffentlicht durch das Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR), Infoportal zum Gebäudeenergiegesetz, Rubrik Wirtschaftlichkeit unter gmodg.bund.de. Empirische Grundlage: rund 1.200 Bauvorhaben des Wohnungsbaus. Preisniveau 2022 und 2023, einschließlich Umsatzsteuer.
Statistisches Bundesamt, Baupreisindizes, Statistik 61261, 61261-0005 (Jahre) und 61261-0006 (Quartale). Reihe: Instandhaltung von Wohngebäuden ohne Schönheitsreparaturen, Instandhaltungsleistungen, einschließlich Umsatzsteuer. Basis 2021 = 100. Statistisches Bundesamt (Destatis), 2026. Bereitgestellt unter der Datenlizenz Deutschland Namensnennung 2.0. Abgerufen am 25.9.2026.
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