Das Steildach im Bestand: Unterspannbahn, Dämmung, typische Fehlstellen
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IN EINEM SATZ
Feuchteschäden am Steildach im Bestand entstehen häufig nicht durch die Dachdeckung selbst, sondern durch eine fehlende oder beschädigte Unterspannbahn, eine nachträgliche Dämmung ohne funktionierende Dampfbremse oder eine fehlende Hinterlüftung.
Nicht aufschieben: Selten ein akuter Notfall, aber Fehlstellen im Aufbau schädigen Dämmung und Holz oft über Jahre unbemerkt weiter.
Ein Steildach besteht aus mehr als der sichtbaren Eindeckung. Unter den Ziegeln oder Platten liegt ein mehrschichtiger Aufbau aus Lattung, Unterspannbahn, Sparren, Dämmung und, zum Innenraum hin, einer Dampfbremse. Jede dieser Schichten hat eine eigene Aufgabe, und erst ihr Zusammenspiel macht das Dach dauerhaft trocken und energetisch wirksam. Im Bestand ist genau dieses Zusammenspiel häufig gestört, oft ohne dass es von außen zu erkennen ist.
Besonders ältere Dächer wurden vielfach ohne eine durchgehende Unterspannbahn errichtet, weil diese früher nicht zum Standard gehörte, oder sie wurden im Lauf der Zeit nachträglich gedämmt, ohne dass die raumseitige Dampfbremse fachgerecht ergänzt wurde. Beides schafft die Voraussetzung dafür, dass Feuchte in den Aufbau gelangt und dort bleibt, sei es durch Flugschnee und Schlagregen von außen oder durch aufsteigende Raumluftfeuchte von innen.
Das Tückische daran ist die Verzögerung: Ein Steildach mit einer solchen Schwachstelle kann jahrelang unauffällig bleiben, bevor Verfärbungen an der Innenverkleidung, ein muffiger Geruch im Dachraum oder durchfeuchtete Dämmung den Schaden sichtbar machen. Wer das Prinzip des Aufbaus versteht, erkennt solche Warnzeichen früher und weiß, wonach bei einer Prüfung gesucht werden muss.

