Feuchter Sockel: warum die Abdichtung am Übergang zum Erdreich so oft versagt
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IN EINEM SATZ
Der Sockel ist die am stärksten beanspruchte Zone der Außenwand: Spritzwasser von oben, Bodenfeuchte von unten, Frost dazwischen. Die meisten Schäden entstehen, weil die Abdichtung dort endet, wo das Gelände beginnt, statt mindestens 30 Zentimeter darüber.
Nicht aufschieben: Kein Notfall, aber ein Schaden, der sich mit jedem Winter ausweitet und irgendwann den Innenputz und den Fußbodenaufbau erreicht.
Der Sockel ist der Teil der Außenwand, der unmittelbar über dem Gelände liegt und nach unten in die erdberührte Wand übergeht. Er bekommt alles ab: Regen, der von der Fassade abläuft, Spritzwasser, das vom Boden zurückprallt, Schnee, der an der Wand liegen bleibt, Streusalz vom Gehweg und von unten die Feuchte aus dem Erdreich. Kein anderer Bereich der Fassade ist so vielen Belastungen gleichzeitig ausgesetzt.
Trotzdem wird der Sockel bei Neubau und Sanierung oft als Nebensache behandelt. Der Sockelputz wird mit demselben Material ausgeführt wie die Fassade darüber, die Abdichtung endet bündig mit der Geländeoberkante, die Perimeterdämmung wird ohne Schutz vor Spritzwasser belassen, oder das Gelände wird später angeschüttet und liegt plötzlich über der Abdichtungskante. Jede dieser Entscheidungen sieht am Tag der Abnahme unauffällig aus und zeigt sich erst nach einigen Wintern.
Der Schaden beginnt dann fast immer gleich: Ein dunkler, feuchter Streifen über dem Gelände, der nach Regen breiter wird und im Sommer nur langsam abtrocknet. Später lösen sich Anstrich und Putz, Salzränder erscheinen, und im Gebäude wird die Innenwand im Sockelbereich kühl und feucht. Wer an diesem Punkt nur den Putz erneuert, erneuert ihn in wenigen Jahren wieder.

